Ayurveda – Altes Wissen für neue Mütter

katja

Als Teil von „mothering-you“ schreibe ich hier über alle Facetten des Wochenbettes und die unglaublich anstrengende Reise zum Mutter-sein.

Im Ayurveda sagt man: "Die ersten 42 Tage nach der Geburt sind prägend für die nächsten 42 Jahre im Leben der Mutter und beeinflussen maßgeblich ihre Gesundheit."

Ayurveda - altes Wissen für neue Mütter

Um die essentielle Wichtigkeit dieser Aussage zu verstehen, müssen wir uns erst kurz allgemein mit den Grundzügen des Ayurveda vertraut machen.
Ayurveda setzt sich zusammen aus den 2 vedischen Begriffen:

Ayus – Leben und   Veda – Weisheit/Wissenschaft

und bedeutet sinnbildlich gesprochen – die Wissenschaft des Lebens.

Der Ursprung von Ayurveda findet sich in der vedischen Hochkultur Altindiens, deren Blütezeit viele Jahrtausende zurückliegt. Das Wissen dieser komplexen Heilkunst wurde ursprünglich nur mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen sind über 5000 Jahre alt.
Somit ist Ayurveda eines der ältesten Gesundheitssysteme der Welt und lehrt, wie man seine Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude bis ins hohe Alter erhalten kann

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Shri Dhanvantari - Schutzgott des Ayurveda

Aber was macht Ayurveda so besonders?

Ayurveda ist ein natürlicher Weg, unseren Körper von Disharmonien zu befreien und uns in ein körperliches, geistiges und seelisches Gleichgewicht zu bringen.
Im Gegensatz zur herkömmlichen Schulmedizin, die eher auf den einzelnen faktischen Symptomen einer Erkrankung fusst, bezieht Ayurveda immer die Gesamtheit des Körpers in allen Ebenen mit ein sprituell, emotional, physisch.

Das ayurvedische System stützt sich dabei auf die drei Lebensenergien

  • Vata
  • Pitta
  • Kapha

Diese Lebensenergien, auch Doshas genannt, kommen nach ayurvedischer Auffassung nicht nur in jedem Organismus vor, sondern sind auch die Säulen unserer Gesundheit. Sie leiten alle biologischen, psychischen und physiologischen Funktionen des Organismus. Sie sind alle drei in unterschiedlicher Ausprägung in jedem Körper ansässig und machen unseren individuellen Konstitutionstyp aus. Die drei Doshas bilden gemeinsam eine Dreierwaage. Ist ein Dosha wesentlich dominanter, bringt es die anderen beiden ebenfalls aus ihrer Mitte. 

Die Bezeichnung Doshas bedeutet übersetzt so etwas wie „Bioenergien“ und beschreibt jenes, was aus der Balance geraten ist, d.h. je nachdem welches der Doshas vorherrscht, können entsprechende Anzeichen oder Beschwerden auftreten.

Jedes Dosha lässt sich aus den fünf Elementen ableiten: Äther und Luft prägen das Vata Dosha, Feuer und zu einem geringeren Teil Wasser prägen das Pitta Dosha. Kapha leitet sich aus den Elementen Erde und Wasser ab.

„Vata“      gilt als die Lebensenergie und prägt alle Bewegungsabläufe des Körpers.
„Kapha“  ist verantwortlich für die Struktur des Körpers, für Wachstum und Gelenkigkeit.
„Pitta“     ist für biochemische Vorgänge im Körper wie Stoffwechsel und Verdauung zuständig.

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Es ist das Ziel des Ayurveda die Doshas in Balance zu halten. Befinden sich die drei Doshas in ihrem individuellen Gleichgewicht, bedeutet dies, dass alle Körperfunktionen ungehindert ablaufen können – nach Ayurveda sind wir dann kerngesund und fühlen uns vollkommen wohl in unserer Haut. Wenn die Energien aus dem Gleichgewicht geraten und auf geschwächtes Gewebe treffen, dann entwickelt der Körper Krankheitssymptome.o.

Die Essenz für das Wochenbett?

Nach der Geburt ist vor allem das Vata Dosha ziemlich außer Kontrolle bzw. vorherrschend und sollte gesenkt und ausgeglichen werden. Vata bestimmt die Übergänge – von Frau zur Mutter. Der Körper ist leer und luftig nach 9 Monaten der Schwangerschaft. Bei der Geburt werden ein Baby und eine Plazenta geboren (Kapha – Erde) und die Mutter verliert Blut, Schweiß und auch Tränen (Wasser – Pitta). Vata herrscht nun vor und Angst, Kummer, Traurigkeit, Empfindsamkeit, Leere und Unsicherheit können überwiegen.

Wird Vata in dieser äußert vulnerablen Zeit nicht gesenkt und die Energien nicht wieder in ein Gleichgewicht gebracht, können emotionale und physische Imbalancen verbleiben.

Von daher ist es enorm wichtig, das Wochenbett aus ayurvedischer Sicht ausgleichend, in Ruhe, umsorgt und behütet zu verbringen.

Im Ayurveda passiert dies durch:

  • Heiltees
  • kräftigende Nahrung
  • spezielle Kräuter
  • aufbauende Massagen des Unterleib mit warmen Öl

Mutter und Kind müssen sich von der Geburt erholen. Je wohler und kräftiger sich die Mama fühlt, umso besser kann sie sich um ihr Neugeborenes kümmern.

Ayurveda ist somit nicht nur ein liebvoller Wegbegleiter für innere Balance und Gesundheit , sondern ein präventives Rahmenkonzept für ein gesundes und ausgeglichenes Leben.

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